Was soll getan werden, um die Stadtviertel zu retten?

Viele Stadtviertel in Bochum befinden sich in einem Prozess des fortlaufenden Niedergangs (z.B. Gerthe, Werne, Riemke, Wattenscheid), nur wenige können sich behaupten (Linden, Altenbochum).

In den Geschäftsstraßen der Viertel stehen immer mehr Läden leer, oder diese werden von 1-Euro-Shops, Fastfood-Restaurants, Wettbüros oder Spielhallen besetzt. Wichtige Geschäfte für die Versorgung der Stadtviertel verschwinden dagegen zusehends.

Auch optisch verfallen manche Gebäude, andere werden nicht mehr renoviert, während in anderen nicht nur die Geschäfte sondern auch die Wohnungen leer stehen.

Der Masterplan Einzelhandel der Stadt stellt diese Entwicklung auch als Folge der über Jahre in der Stadt entstandenen Einkaufscenter, Discounter und großen Lebensmittelmärkte außerhalb der Stadtzentren dar. Die Menschen fahren lieber mit dem Auto dort hin, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, als zu Fuß oder mit dem Rad in die Geschäftsstraße in ihrem Stadtviertel zu gehen bzw. zu fahren.

Auch sind teilweise in unmittelbarer Nähe mancher Stadtteilzentren solche Center entstanden (z.B. Voede, Gerthe), die in starker Konkurrenz zu den Geschäften der Stadtteilzentren stehen.

Häufig müssen die Geschäftsstraßen zudem eine große Verkehrsbelastung aushalten, die nach Meinung mancher Anwohner die Geschäftsstraßen unattraktiv macht und die Aufenthaltsqualität mindert.

Viele Bewohner der Stadtviertel sehen auch als Ursache für die negative Entwicklung, dass die letzte Modernisierung der Geschäftsstraßen schon einige Jahre bis Jahrzehnte zurück liegt (z.B. Wattenscheid) und nicht mehr dem heutigen Zeitgeschmack entspricht. An manchen Stellen versucht die Stadt, dem entgegen zu wirken (Springerplatz, Hustadt) und durch Sanierungsmaßnahmen die Aufenthaltsqualität wieder zu steigen.

Mit dem Masterplan Einzelhandel verfolgt die Stadt das Ziel, die gewachsenen Stadtviertelstrukturen zu erhalten und zu entwickeln und will gewährleisten, dass eine fußläufig erreichbare Nahversorgung für den täglichen Bedarf im ganzen Stadtgebiet möglich ist.

Handlungsplan der Stadt: Masterplan Einzelhandel
WAZ vom 02.07.2013: Beispiel Gerthe
WAZ vom 21.01.2013: Beispiel Riemke
lokalkompass vom 12.07.2013: Gesichtsloses Einkaufszentrum in der Voede


Was soll getan werden, um die Stadtviertel zu retten?

  • Die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtviertel muss gestärkt werden. (18%, 9 Stimmen)
  • Es hilft nur ein Bündel von Maßnahmen, die von allen Beteiligten konsequent verfolgt werden. (16%, 8 Stimmen)
  • Die Eigentümer der Geschäftsimmobillien müssen besser zusammen arbeiten, damit das Angebot an Geschäftslokalen attraktiver wird. (14%, 7 Stimmen)
  • Die Stadtteilzentren müssen besser für Radfahrer und Fußgänger erreichbar gemacht werden. (12%, 6 Stimmen)
  • Der Verkehr in den Geschäftsstraßen muss beruhigt werden, damit diese attraktiver werden. (10%, 5 Stimmen)
  • Einzelhandel außerhalb von Stadtteilzentren sollte nicht erlaubt werden. (10%, 5 Stimmen)
  • In den Stadtvierteln fehlt es an Parkplätzen. Da müssen mehr eingerichtet werden. (10%, 5 Stimmen)
  • Es muss mehr Geld in die Modernisierung der Geschäftsstraßen investiert werden. (8%, 4 Stimmen)
  • Die Entwicklung in den Stadtvierteln lässt sich nicht aufhalten, da sollte man nichts mehr tun. (0%, 0 Stimmen)
  • Dazu habe ich keine Meinung. (0%, 0 Stimmen)

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