Sollen die Bürger mehr Aufgaben der Stadt ehrenamtlich übernehmen?

Bürger betreiben mittlerweile Schwimmbäder, Büchereien, pflegen städtische Grünflächen. Bürger fühlen sich verantwortlich für ihr Wohnviertel und wollen es mitgestalten, wie etwa an der Alsenstraße, wo sich die Nachbarschaft im sogenannten „Alsenwohnzimmer“ organisiert hat, um u.a. „das Wohnumfeld  im Stadtteil verbessern und die AnwohnerInnen zu ehrenamtlichen Engagement für den Stadtteil (zu) aktivieren“.

Auch um die Kosten zu senken, übertragen die Städte immer mehr Aufgaben an engagierte Bürger. Oder Bürger sehen, wo die Städte ihren Aufgaben nicht mehr nach kommen, z.B. Beete im Stadtpark oder Schulhöfe nicht gepflegt werden und schlagen von sich aus vor, die Aufgaben selbst zu übernehmen.

Um die Bürger zu mehr ehrenamtlichem Engagement zu ermutigen, hat die Stadt Bochum eine Ehrenamtskarte eingeführt, die die Inanspruchnahme bestimmter Rabatte ermöglicht. Auch wird besonderes Engagement ausgezeichnet. Denn aktuell gibt es auch in Bochum deutlich zu wenige freiwillige Helfer. Der Nachwuchs an Ehrenamtlichen fehlt in vielen Bereichen.

Auf Kritik stößt, dass die Stadt zwar immer mehr Aufgaben an ehrenamtlich tätige Helfer abgibt, nach Meinung der Kritiker die Bürger aber nicht adäquat an den städtischen Entscheidungen beteiligt werden.

Ebenfalls kritisiert wird, dass die Stadt versucht Kosten zu sparen, indem sie sich aus freiwilligen Aufgaben der Stadt zurück zieht und die Bürger vor die Alternative stellt, entweder diese führen die Aufgaben ehrenamtlich selbst weiter oder die Stadt stellt den Betrieb ein, gleichzeitig die Stadt nach Meinung der Kritiker Prestigeobjekte finanziert, Steuergelder verschwendet oder auf anderen Feldern nicht zu Einsparungen bereit ist.

Stadt Bochum: Ehrenamt in Bochum
Beispiel für ehrenamtliches Engagement in Bochum: Alsenstraße
Ruhrbarone: Beitrag zum Ehrenamt

Bildnachweis: Jim.henderson, Wikipedia


Sollen die Bürger mehr Aufgaben der Stadt ehrenamtlich übernehmen?

  • Die Stadt muss erst selbst sparen, keine Prestigeprojekte, keine Steuerverschwendung (39%, 12 Stimmen)
  • Mehr Bürgerbeteiligung ist die Voraussetzung für mehr bürgerliches Engagement. (26%, 8 Stimmen)
  • Nein, die Stadt soll ihren Aufgaben nachkommen. (13%, 4 Stimmen)
  • Das funktioniert nicht, Bürger können nicht die Aufgaben der Stadt übernehmen. (13%, 4 Stimmen)
  • Ja, die Stadt kann viele Aufgaben sonst nicht mehr finanzieren. (10%, 3 Stimmen)
  • Dazu habe ich keine Meinung. (0%, 0 Stimmen)

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2 thoughts on “Sollen die Bürger mehr Aufgaben der Stadt ehrenamtlich übernehmen?

  1. Wolfgang Hoinko on

    Tja, ein zweischneidiges Schwert…einerseits lobenswert, wenn sich ein Bürger ehrenamtlich betätigt. Andererseits sehe ich eine gewisse Hilflosigkeit der Stadt bzw. eine sukzessive Verschiebung von angestellten bezahlten Kräften, d.h. Stelleneinsparung bei weiteren Einsätzen von Ehrenamtlichen. Wir sollten vielmehr so eine Art Bürgerräte in allen Stadtteilen einführen, die dann auch ein Stimmrecht mit der jeweiligen Bezirksvertretung haben, um gewisse soziale Probleme zu lösen, insgesamt ein schwieriges Thema!

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