Was kann die Stadt gegen „Schrottimmobillien“ tun?

In Bochum und Wattenscheid stehen immer mehr Immobilien leer und verfallen. Es findet sich häufig kein Investor, der die „Schrottimmobilien“ wieder Instand setzen lassen will, um sie wieder zu vermieten oder zu verkaufen. Die zu erwartenden Mieterlöse liegen häufig unter den Kosten für die erforderlichen Sanierungen und Modernisierungen.

Herunter gekommene „Schrottimmobilien“ machen die Wohnviertel, in denen sie stehen, weiter unattraktiv. Eine Verslumung ganzer Stadtviertel droht.

Die Stadt kann  zwar Verkehrssicherungsmaßnahmen verfügen oder vornehmen lassen, damit die Immobilien nicht die Sicherheit der Nachbarn oder derjenigen gefährden, die daran vorbei laufen. Weiter gehende Möglichkeiten hat sie nicht. Nicht selten ist es kaum möglich, die für solche Maßnahmen entstehenden Kosten von den Eigentümern zurück zu verlangen. Häufig sind die Eigentümer nicht liquide oder es gibt nicht mal eine Postadresse in Deutschland.

Ursache für den frei stehenden Wohnraum, ist nicht zuletzt die stark abnehmende Wohnbevölkerung in Bochum (8,5% bis 2022) und Wattenscheid.

Die Meinungen, wie man das Problem angehen kann, gehen auseinander. Teile der Politik fordern, dass Investoren mit staatlicher Förderung zu Investitionen in die „Schrottimmobilien“ angereizt werden sollen. Andere setzen darauf, die Stadt attraktiver zu machen, damit die Bevölkerungszahl wieder steigt und es für Vermieter lukrativer wird  in die Instandsetzung und Modernisierung von Wohnraum zu investieren. Auch wird gefordert, der Stadt mehr ordnungsrechtliche Möglichkeiten einzuräumen, um die Eigentümer von „Schrottimmobilien“ zum Handeln zu zwingen oder die Stadt in die Lage zu versetzen, die Immobilien zu erwerben, um sie dann saniert wieder an den Markt zu bringen.

In Duisburg ist man dazu übergangen ganze Straßenzüge abzureißen, um überflüssigen Wohnraum vom Markt zu nehmen und eine Verslumung von Wohnvierteln zu stoppen. Dieses Vorgehen ist in der Stadt heftig umstritten.

WAZ vom 29.09.13: Städte brauchen mehr Eingriffsrechte
Focus vom 18.04.13: Für diese Städte sieht die Zukunft düster aus
Die Welt vom 22.04.13: Duisburg beseitigt einen ungeliebten Stadtteil

Bildnachweis: Tvabutzku1234, Wikipedia


Was kann die Stadt gegen "Schrottimmobillien" tun?

  • Die Stadt muss attraktiver werden, damit wieder mehr Menschen in Bochum leben wollen. (30%, 6 Stimmen)
  • Die Stadt sollte die Immobilien kaufen, dann sanieren und wieder verkaufen. (25%, 5 Stimmen)
  • Investoren sollten mit staatlicher Förderung zur Sanierung angereizt werden. (15%, 3 Stimmen)
  • Es sollte leerstehender Wohnraum abgerissen werden, um das Überangebot von Wohnraum zu vermindern. (15%, 3 Stimmen)
  • Eine Enteignung durch die Stadt lässt das Grundgesetz nicht zu. (10%, 2 Stimmen)
  • Der Neubau von Wohnraum, der nachgefragt wird, sollte staatlich gefördert werden. (5%, 1 Stimmen)
  • Die Stadt muss die Eigentümer enteignen, damit sie die Immobilien selbst sanieren oder abreißen kann. (0%, 0 Stimmen)
  • Dazu habe ich keine Meinung. (0%, 0 Stimmen)

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